
In Australien werden heute auf über 120.000 Hektar Reben angepflanzt. Die Weinproduktion beträgt knapp 12 Millionen Hektoliter. Der Export beträgt etwa 220 Millionen Liter.
Geschichte
In Viktoria, Neusüdwales und Westaustralien wurden die ersten Weinberge angelegt.
Französische Einwanderer kultivierten Ihre heimatlichen Rebsorten zuerst in Tasmanien.
Im Barossa Valley ließen sich, ab der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts, viele Deutsche nieder die dann den Weinbau dort verbreiteten.
Vor gut 30 Jahren änderte sich nach und nach der Stil der Weine. An die Stelle der bis dahin geschätzten süßen Likörweinen traten trockene und leichtere Weine.
Nach einigen Jahren kamen die australischen Önologen mit dem heißen Klima immer besser zurecht.
Die Qualität der Weine stieg sprunghaft an. Der eine Grund war die Einführung modernster Kellereitechnik, der andere die Konzentration auf die kühleren Regionen des Landes.
Um die Weine zu einem annehmbaren Preis verkaufen zu können wurde zudem in Rationalisierungsmaßnahmen investiert. Dazu zählt eine in Australien entwickelte Methode des "Minimalschnittes" mit der ganz oder teilweise auf den arbeitsaufwendigen und damit teuren Rebschnitt verzichtet werden kann (Minimum Pruning) und die Einführung von Vollerntern bei der Weinlese.
Herkunftsbezeichnungen australischer Weine
Seit 1987 gibt es in Australien gesetzliche Bestimmungen die der amtlichen "Wine and Brandy Corporation" überwacht. Das australische Weingesetz schreibt vor, dass ein Wein mindestens zu 85% aus dem auf dem Etikett angegebenen Anbaugebiet stammen muss. Die australische Weinerzeuger verwenden heute kaum noch Gattungsbezeichnungen wie Champagne, Burgundy, Sherry, Claret oder Port.
Spitzenwinzer
In Victoria: Yerring Station / Yarrabank
In Südaustralien: Nepenthe / Adelaide Hills
Chain of Ponds / Adelaide Hills
In New South Wales: Brangayne of Orange /Orange
In Tasmanien: Notley Gorge
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